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Presse
»Lustvolle Flucht in flirrende Scheinwelten
Das Händeljahr bereitet dem Fürther Theaterpublikum zum Ausklang
noch ein ganz feudales Vergnügen.
In die Welt des Kabaretts versetzt, wird die Oper "Acis und Galatea"
aus dem Jahre 1718 von (...) Nilufar Münzing kräftig entstaubt.
Die Eigenproduktion des Stadttheaters setzt schon am Beginn der neuen
Spiel-
zeit ein Ausrufezeichen. (...)
Barkeeper Acis macht "The Plains" klar für die Gäste.
Die Kabarett-Truppe mit seiner Angebeteten, Galatea, tröpfelt herein.
(...)
Diva Galatea, in Wirklichkeit eine Meernymphe, wird vom Killer Polyphem
(Halbgott der Antike) begehrt.
Acis (einfacher Hirte) fordert Polyphem heraus und wird von diesem umgehend
ins Jenseits befördert. (...)
Nirgends trägt die Fürther Inszenierung zu dick auf. Das ganz
im Ovidschen Sinne verwandlungsfreudige
Spiel (...) lässt keinen Leerlauf zu und hält bis zum Schluß
die Spannung aufrecht. (...) Stürmischer Beifall.«
Fürther Nachrichten, 19.Oktober.2009
»Mit viel Beifall quittierte
das Premierenpublikum am Freitag, dass die junge Regisseurin und ihre
einfallsreichen Ausstatterinnen Christiane Becker (Bühne) und Johanna
Deffner (Kostüme) die in einem mythisch fernen Arkadien spielende
Handlung ins Hier und Heute versetzt haben- in ein Ambiente, das
sowohl den barocken Schäferspielen als auch den spezifischen Eigenheiten
einer sogenannten Masque entspricht, also Gesängen und Tänzen
mit viel Pomp und Verkleidung.«
Fränkischer Tag, 19.Oktober.2009
»In Fürth freut sich ein schräg
kostümiertes Bar-Völkchen an (...) Tanzdarbietungen und rot
glühenden Cocktails. (...) In "The Plains" lernen sich
die puderperückte Galatea von der Gogo-Tanzfläche und der Barkeeper
Acis von hinter dem Tresen kennen und lieben. Um sie herum das Maskenspiel
zumal des Barbesitzers Damon, der in Kunstbusen und Strapse schlüpft.
Neckisch sind die Spielchen mit Travestie und Tabletts, man amüsiert
sich bei Bauchtanz und Polonaise. (...)
Die Rosen der Liebe fallen ins Orchester, und auf die Bühne springt
der Rotlichtmafioso Polyphem, dem die schöne Galatea auch gefällt.
Ulf Bunde bewältigt nicht nur die Basstiefen, er ist auch mit seinen
Revolvern schnell zur Hand- und zwingt Galatea sowie ihre Nebennymphen
an seine offene Hemdenbrust. (...)
Die kleine Besetzung mit ihren solistischen Aufgaben ist ein Pluspunkt
der Aufführung, ebenso wie die bunt-fantasievollen Kostüme von
Johanna Deffner. (...) -viel Beifall jetzt in Fürth.«
Bayerische Staatszeitung, 23.Oktober.2009
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