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Presse
»Othello als Kissenschlacht: dass das funktioniert, ohne Shakespeare
zu veralbern, bewies Susanna Curtis mit ihrem hinreißenden Tanztheaterstück
"twO-thello", das an drei Abenden im Nürnberger Künstlerhaus
begeisterten Applaus erhielt. (...)
Die mit weissen Kissen ausgelegte Bühne ( Curtis, Johanna Deffner)
erweist sich als flexibles Spielfeld für
den Aufruhr der Gefühle. Ein weiches, weißes, unschuldiges
Bett für die Liebenden, das alsbald in Unordnung gerät, als
sich das "grünäugige Monster Eifersucht" einnistet.
Ohr an Ohr zu beiden Seiten eines Kissens sieht man Othello und Desdemona,
die sich in den intriganten Einflüsterer Jago verwandelt, Videobilder
von übergroßen Händen schleichen sich danach wie böses
Gift über das ermattete Paar, später zerrt Curtis den Schmutz
der Lüge als braune Federn aus den Kissen und Drücke baut sich
aus ihnen einen Schutzwall, der
ihn doch nicht mehr vor der Erkenntnis der Schwäche schützen
kann. (...)
Das Duell zwischen Schauspieler und Tänzerin wird hier zum gemeinsamen
Sieg.«
Nürnberger Nachrichten, 25.1.2010
»Wie spielt man den Othello überhaupt? Das fragen sich (...)
Susanna Curtis und Stefan Drücke (...) und steigen dazu in den Ring,
pardon, ins Kingsize-Ehebett. (...)
Herausgekommen ist eine Sternstunde des Off-Theaters, die im Nürnberger
Kunsthaus Premiere hatte. Nach dem sinnierenden Prolog auf dem Balkon
springt das Duo beherzt ins XXL-Kissenlager, von wo aus sich ein vieldeutiger
Reigen entspinnt. Der kommt im leisen Wellenschlag des Polsterbettes langsam
aber letztlich gewaltig.
Curtis und Drücke winden sich ganz in Weiß gekleidet in einer
schneeweißen Bettenlandschaft. (...)
Unbedingt sehenswert.«
Nürnberger Zeitung, 25.1.2010
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